Schokolade ist giftig für Hunde und Katzen!

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Schokolade ist giftig für Hunde und Katzen!

Weihnachten naht und somit steigt das Risiko für unsere Vierbeiner unerlaubterweise an Schokolade zu kommen. Schokolade ist giftig für Hunde und Katzen (davon mal abgesehen, dass Zucker ohnehin nichts in der Ernährung unserer Schützlinge zu suchen hat). Katzen sind in der Regel weniger gefährdet, weil sie Schokolade nicht mögen, reagieren allerdings noch empfindlicher.

Theobromin ist eine Substanz der Kakaobohne, die für Hunde giftig ist und die Kakaobohne wiederum ist ein Bestandteil der Schokolade. Je nach Art der Schokolade (Vollmilch-, weiße oder dunkle Schokolade) ist unterschiedlich viel Theobromin enthalten. Je dunkler die Schokolade, desto höher ist der Anteil des Alkaloides Theobromin. Bitterschokolade enthält 16 mg/g, Zartbitterschokolade 5,7 mg/g und Milchschokolade 2,3 mg/g.

Der Verzehr von ca. 90 bis 250 mg Theobromin je Kilo Körpergewicht des Hundes kann bereits tödlich sein. Es sind schon Hunde an 130 mg Theobromin pro kg Körpergesicht gestorben (das sind ca. 8 g Bitterschokolade). Hunde (auch Katzen) verfügen im Gegensatz zum Menschen, nicht über die Enzyme, die für einen schnellen Abbau dieser Substanz sorgen. Es kann zu Unruhezuständen kommen, Übelkeit, Durchfällen, Krämpfen und Fieber. Das Versagen von Herz und Kreislauf führt dann zum Tode. Eine unterschätzte Gefahr stellt auch der sehr langsame Abbau von Theobromin beim Hund dar. Frisst Wauzi immer wieder ein wenig Schokolade reichert es sich im Blut an und ab einer bestimmten Konzentration erscheinen Symptome, die man gar nicht auf die „kleine“ Menge Schokolade zurückführen kann, die die Symptome letztendlich auslöst.

Frisst ein kleiner Hund (um die 5 1/2 Kilo) oder ein Welpe eine Tafel dunkle Schokolade, ist das mit großer Wahrscheinlich dessen Todesurteil. Es ist also weder süß noch hat es etwas mit Tierliebe zu tun, wenn man sich die Schokolade mit seinem Gefährten teilt. Es ist einfach nur verantwortungslos.

Sollte Ihr Hund Schokolade gefressen haben, suchen Sie den Tierarzt auf bevor es zu bedrohlichen Symptomen kommt. Eine Behandlung innerhalb von zwei bis vier Stunden (je früher desto besser) nach der Aufnahme, kann evtl. schlimme Spätfolgen, wie die Schädigung der inneren Organe verhindern. Der Tierarzt wird den Hund erbrechen lassen, evtl. mit Aktivkohle behandeln um zu verhindern dass der Darm das Gift vollständig resorbiert und über Infusionen wird das Gift im Blut verdünnt. Sind bereits Herzstörungen eingetreten verfügt er über die nötigen Medikamente.

Im Interesse Ihres Tieres lagern Sie Schokolade (und alle anderen Dinge, die Ihrem Tier schaden könnten) so, dass sie nicht für Ihren Vierbeiner erreichbar sind.

 

2016-02-26T12:13:24+00:00 2. November 2015|Ernährung, Hunde, Katzen|